Haustechnikpraktiker/in Drucken E-Mail

Die Haustechnikpraktikerinnen und Haustechnikpraktiker mit den Schwerpunkten Heizung, Lüftung, Sanitär oder Spenglerei sind in einer gemeinsamen Bildungsverordnung zu einem Berufsfeld zusammengefasst.

Berufsbeschreibung

Diese Grundbildung eignet sich für handwerklich begabte Jugendliche, welche nicht in der Lage sind, eine 3-jährige Grundbildung zu absolvieren. Mit der zweijährigen «Berufspraktischen Bildung» können auch diese Personen eine fundierte Grundbildung erlangen und damit eine Basis legen für ein lebenslanges Lernen. Die Bildungsverordnungen stellen sicher, dass nach Abschluss dieser Ausbildung bei Eignung ein späterer Übertritt in das zweite Jahr der dreijährigen Grundbildung möglich ist.

Haustechnikpraktiker/innen verrichten einfache Vorbereitungs- und Montagearbeiten in einem der vier Schwerpunkte: Heizung (Heizungsinstallationen), Lüftung (raumlufttechnische Anlagen), Sanitär (Sanitärinstallationen) oder Spenglerei (Spenglerarbeiten). Sie verfügen über ein gutes praktischtechnisches Geschick, über ein angemessenes Mass an Flexibilität und Selbständigkeit und handeln team- und kundenorientiert. Der gewählte Schwerpunkt wird im Lehrvertrag festgehalten und danach auch im Notenausweis aufgeführt.

Die handwerklichen Anforderungen sind in etwa dieselben wie in den Berufen Heizungsinstallateur/ in, Lüftungsanlagenbauer/in, Sanitärinstallateur/in oder Spengler/in. Aber der Schulstoff in der Berufsfachschule ist einfacher.

Haustechnikpraktikerinnen und Haustechnikpraktiker sind in Neu- und Umbauten tätig. Auf der Baustelle arbeiten sie meistens in Teams unter Anleitung eines erfahrenen Berufskollegen. Oft wird auch mit Handwerker/innen aus anderen Bauberufen zusammengearbeitet.

Anforderungen


Voraussetzungen

Abgeschlossene Volksschule


Ausbildung

Berufliche Grundbildung: Dauer 2 Jahre
Bildung in beruflicher Praxis: Die berufliche Grundbildung erfolgt in einem ausführenden Betrieb Je nach gewähltem Schwerpunkt in einer Firma für Heizungs-, Lüftungs- resp. Sanitärinstallationen oder in einem Spenglereibetrieb,
ergänzt durch überbetriebliche Kurse.
Schulische Bildung: Pro Lehrjahr ein Tag pro Woche an der Berufsfachschule. Der Unterricht besteht aus berufskundlichen und allgemein bildenden Fächern.
Berufsbezogene Fächer: Nachhaltigkeit, Arbeitssicherheit, Werkzeuge und Maschinen, Rechnen, Baukunde, Bearbeitungstechniken,
Werkstoffe, Arbeitsvorbereitung und dem gewählten Schwerpunkt entsprechende Montage- und Anlagentechnik.
Abschluss: Das bestandene Qualifikationsverfahren gibt Anrecht auf das eidgenössische Berufsattest als «Haustechnikpraktikerin EBA / Haustechnikpraktiker
EBA» im Schwerpunkt Heizung, Lüftung, Sanitär oder
Spenglerei.